MR-Mammografie

 

Was ist eine MR-Mammografie?


Eine MR-Mammografie ist eine Magnetuntersuchung der Brust, wobei von der Brust in einer Empfangsantenne Signale von Magnetstrahlen aufgefangen werden, die einen hervorragenden Kontrast des Weichgewebes der Brust erzeugen. Gutartige, wie auch bösartige Veränderungen des Brustdrüsengewebes können damit erkannt werden.
 
Vorteil der MRT ist die fehlende Strahlenbelastung. Die Untersuchung ist somit, wie auch die Ultraschalluntersuchung, beliebig wiederholbar, da unschädlich für das Drüsengewebe.
 


Wann soll eine MR-Mammografie erfolgen?

 
Die MR-Mammografie wird als Vorsorgeuntersuchung generell nur von den Privaten Krankenkassen erstattet.
 
Die MR-Mammografie ist in Fällen von unklaren Tast-, Mammografie- und Ultraschallbefunden wichtig. Keinen Sinn macht die MR-Mammografie bei der Abklärung von Verkalkungen in der Brust. Diese sind nur röntgenologisch zu beurteilen.
 
Die gesetzlichen Kassen erstatten die Untersuchung nur, wenn im Narbengewebe einer stattgehabten bösartigen Tumoroperation ein neuer Krebs ausgeschlossen werden soll. Auch im Falle der Kontrolle von Implantaten werden in der Regel die Kosten übernommen. Findet sich ein bösartiger Lymphknoten in der Achselhöhle und man sucht den Streuherd, so wird die MRT ebenfalls von der gesetzlichen Kasse gezahlt.
 
Zusätzlich zu diesen beiden Indikationen ist die Kernspintomografie auch sehr wertvoll vor einer geplanten Brustkrebsoperation weitere versteckte Tumoren in beiden Brüsten nachzuweisen, da Brustkrebse zu über 10 % beidseitig auftreten. Diesen Untersuchungsgrund erkennt die gesetzliche Krankenkasse entgegen der Privatkasse jedoch nicht an.
 
Die private Kasse übernimmt zudem den oft wichtigen Ausschluß bösartiger Veränderungen bei Frauen, die bislang noch nicht an
Brustkrebs erkrankt sind – was Gott sei Dank – immer noch den größten Anteil der untersuchten Patientinnen ausmacht. Somit kann eine Operation öfters vermieden werden.
 
Auch beim Mann kann die Kernspintomografie übrigens in gleicher Weise bösartige Tumoren erkennen.
 

Untersuchungsablauf

 
Wie bereite ich mich auf eine MR-Mammografie vor?

 
Ich sollte den Untersuchungstermin in die erste Woche nach der Regelblutung legen, da dann das Gewebe weniger stark durchblutet ist. Die Durchblutung eines Herdes ist ein Kriterium der Charakterisierung.
 
Sollten in früheren Jahren bereits Voruntersuchungen durchgeführt worden sein, so sollte die Patientin die Filme oder den schriftlichen Befund zur Untersuchung mitbringen. Ein Vergleich dieser Bilder mit den aktuellen ist wichtig um Veränderungen

erkennen zu können.
 
Am Tag der Untersuchung sollte kein Deodorant, Talkumpuder oder Creme unter der Achselhöhle verwandt werden. So ist ausgeschlossen, dass Fremdmaterialien Veränderungen vortäuschen.
 
Man sollte 1 Stunde vor der Untersuchung nüchtern bleiben, da eine Kontrastmittelgabe in die Armvene erforderlich ist, um die Durchblutung der Brustdrüse beurteilen zu können.
 


Wie läuft die Untersuchung ab?

 
Die medizinisch technische Assistentin fragt kurz nach den Beschwerden und der Krankengeschichte. Die Patientin liegt auf dem Bauch, beide Brüste hängen in eine Vertiefung der Aufnahmespule, es wird kein Druck aufgewendet. Da die Bilderstellung über mehrere Minuten erfolgt, muß man sehr ruhig liegen, damit die Aufnahmen nicht verwackeln.
 
Die Auswertung der Untersuchung ist aufwendig und wird von Arzt im Anschluss am Computer durchgeführt. Entweder am Tag oder am Folgetag mit der Patientin besprochen.